Wienand Verlag

Wienand Verlag


p-wienand„Wienand Haus“ – Die großen goldenen Letter über dem Portal des sorgsam restaurierten Gründerzeit Verlagsgebäudes stehen für Tradition und Qualität. In seinen Räumlichkeiten im gediegenen Kölner Stadtteil Lindenthal publiziert Verleger Michael Wienand mit rund 10 Mitarbeitern opulente Bildbände, Kataloge und Werkverzeichnisse. Chagalll, Dix, Manet, Picasso – der Schwerpunkt des Programms liegt vor allem auf der klassischen Moderne und zeitgenössischer Kunst aber auch auf Fotografie und alter Kunst. Zum Verlag, der 1949 gegründet wurde und rund dreißig Jahre später vom Vater auf den Sohn überging, gehörte bis vor einigen Jahren auch eine Druckerei, die mittlerweile verkauft ist. Nach wie vor werden die Wienand Bücher und Zeitschriften (z.B. „Lebensart“) aber ausschließlich in Deutschland gedruckt.

Um die 40 Neuerscheinungen kündigt der Verlag aktuell an. Darunter sind überraschenderweise gleich drei Bücher (zwei davon noch in Vorbereitung), die das oft spannungsgeladene Verhältnis von Kunst und Stadt aus historischen und aktuellen Perspektiven beleuchten:

soeben erschienen: „DER URBANE KONGRESS“
Die Lichtplastik von Otto Piene am ehemaligen Wormland-Geschäftsgebäude ist seit Jahren nicht mehr in Betrieb, Ewald Matarés Taubenbrunnen vor dem Dom wird übersehen, der Opernvorplatz für tot erklärt – Kunst im öffentlichen Raum hat es schwer, wenn ihr Kontext nicht wahrgenommen und verstanden wird. Mit „Der urbane Kongress“ haben es sich Markus Ambach (Künstler und Kurator) und Kay von Keitz (Autor und Kurator) zur Aufgabe gemacht, die Diskussion um die Kunst im Kölner Stadtraum neu anzuregen. Zwischen 2012 und 2014 fanden im Rahmen des Modellprojekts Spaziergänge, Markierungen und Gespräche statt, um Sinn und Unsinn von Denkmälern, öffentlichen Plätzen, Stadtmöblierung und Kunst-am-Bau Projekten zu diskutieren. Mit dem soeben erschienen Reader wird das durch die Stadt Köln initiierte Projekt nicht nur dokumentiert, sondern seine Fragen und Vorschläge auch durch einige lesenswerte Essays von Künstlern, Kunsthistorikern, Architekten und Kuratoren vertieft. (Hier im Buch blättern)
Hg. Markus Ambach, Kay von Keitz. Mit Beiträgen von Markus Ambach, Sarah Czirr, Andreas Denk, Barbara Hess, Andreas Kaiser, Kay von Keitz, Susanne Laugwitz-Aulbach, Vanessa Joan Müller, Johannes Stahl, Irina Weischedel, Christel Wester, 192 Seiten, 123 farbige Abb., 2 s/w Abb., 17 x 24cm, Klappenbroschur, ISBN 978-3-86832-267-5, 24,80 Euro

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in Vorbereitung: „JOSEF HAUBRICH. Ein Anwalt der Kunst“
Nur wenige Jahre nach seinem Tod nannte die Stadt noch ein neu erstandenes Areal unterschiedlicher Kultureinrichtungen nahe des Neumarkts nach einem seiner größten Kunstmäzene. Doch nicht nur die dort ansässige, gleichnamige Kunsthalle ist mittlerweile abgerissen, Haubrichs Nachlass ist auch mit dem Einsturz des Stadtarchivs verschüttet. Es ist wahrlich Zeit für dieses Buch zu Ehren eines ungewöhnlich selbstlosen Kölner Sammlers. Zwar steht der Erscheinungstermin zur Zeit noch nicht fest, aber man kann sich schon sein persönliches Exemplar vormerken lassen.

Aus der Verlagsankündigung: Josef Haubrich (1889–1961), namhafter Kölner Politiker und Anwalt, war Zeitzeuge umwälzender Phasen der deutschen Geschichte: Er erlebte zwei Weltkriege, das Dritte Reich und schließlich die aufstrebende junge Bundesrepublik. Zeitlebens von Kultur und Politik fasziniert, ließ er sich seine Neugier nie nehmen und setzte sich voller Begeisterung für die zeitgenössische Kunstszene ein. Seine beachtenswerte Sammlung expressionistischer Werke konnte er vor den Nationalsozialisten retten und schenkte sie 1946 der Stadt Köln. Sie bildete nach dem Zweiten Weltkrieg einen bedeutenden Bestandteil für die Neueröffnung des Wallraf-Richartz-Museum in Köln. Anlässlich seines 125. Geburtstags würdigt diese Publikation nun in Berichten und privaten Fotografien den Menschen Josef Haubrich, der nie den Glauben an die Kunst und deren unabdingbaren Wert für die Menschheit verlor.
Hg. Birgit Kilp, ca. 200 Seiten, ca.  60 s/w Abb., 17 x 24 cm, Klappenbroschur, ISBN 978-3-86832-223-1, ca. 29,80 Euro 

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Portrait Dr. Josef Haubrich von Heinrich Hoerle (1931)

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aus der Sammlung Haubrich: Weiblicher Halbakt mit Hut von Ernst Ludwig Kirchner, 1911

in Vorbereitung: „STADTMITTE THEATER. Riphahns Kölner Opernquartier“
Später, teurer. Sehr viel später, sehr viel teurer. Dieses Jahr platzten, fast schon erwartungsgemäß bei Großprojekten dieser Art, die Bomben um die Kernsanierung des Gebäudeensembles der Bühnen der Stadt Köln – Oper, Schauspiel und Opernterrasse. Im November hätte der im Stil der 50er Jahre entworfene Offenbachplatz wieder eröffnet werden sollen, nun ist dort selbst die Spielzeit 2017/18 ausgeschlossen. Doch auch trotz der Probleme ist der Erhalt des historischen Quartiers die richtige Entscheidung für die Stadt. Davon möchte dieses Buch nicht nur überzeugen, sondern auch die Wartezeit ein wenig verkürzen. Der Erscheinungstermin musste allerdings aufgrund der aktuellen Bauverzögerung auch noch etwas nach hinten verschoben werden.

Aus der Verlagsankündigung: Das zwischen 1954 und 1962 nach Plänen des Architekten Wilhelm Riphahn (1889–1963) erbaute musisch-geistige Zentrum der Kulturmetropole Köln wurde rasch zu einer Ikone der Nachkriegsarchitektur. Die lange umstrittene und heiß diskutierte Neugestaltung stellt eine Gradwanderung zwischen Modernisierung und Denkmalschutz dar. Das Buch dokumentiert mit umfangreichem Bildmaterial sowie Beiträgen zu den Baumaßnahmen, zur Theatertechnik, zu den kunsthandwerklichen Aspekten der Innenausstattung, zu den Inszenierungen an Oper und Schauspiel sowie zur Architektur der Wiederaufbauzeit die Geschichte der Bauten und ihre künstlerischen Glanzzeiten.
Hg. Reinhard Beuth. Mit Beiträgen von Reinhard Beuth, Reinhold Daberto, Ulrich Krings, Gereon Lindlar, Remigiusz Otrzonsek u.a., ca. 200 Seiten, ca. 150 farbige Abb., 30 s/w Abb., 24 x 31cm. Gebunden mit Schutzumschlag, ISBN 978-3-86832-291-0, 29,80 Euro

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Foto: Oper Köln

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Foto: Oper Köln

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Foto: Oper Köln

ÜBRIGENS: Der Verlag liefert seine Bücher bis Weihnachten PORTOFREI! Hier geht es zur Website des Wienand Verlags

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