Adam Vačkář

Adam Vačkář


Nacht auf Erden / eingeladen von Noemi Smolik / 3.10. – 17.12.2012 / Eröffnung Fr, 2.11., 20 Uhr / OG2 – Kölnischer Kunstverein

Adam Vačkař, geboren 1979, ist in Prag aufgewachsen, wo er erlebt hat, wie sich ein gut gemeintes politisches System in sein Gegenteil verwandelte. Seitdem interessiert er sich für solche Erscheinungen, die ein Potenzial des Umbruchs in sich tragen. So schießt er zum Beispiel mit einer Pistole auf Notenpapier, um nach den so entstandenen „Noten“ ein Musikstück komponieren zu lassen, das er dann durch Röhre erklingen lässt, die an Orgeln erinnern. Hier wird ein destruktiver Akt zu einer musikalischen Komposition.
Im Kölnischen Kunstverein zeigt er Plakate mit „Gedichten“, deren Entstehung der Ausdruck eines ähnlichen Umbruchs ist. Vačkář füllt ein Computerprogram sowohl mit Sätzen aus „Das Kapital“ von Karl Marx als auch mit der Zusammensetzung von Shampoos, wie sie auf der Packung aufgeführt ist. Das Ergebniss sind „Gedichte“, deren Absurdität nicht zwischen den bedeutungsvollen Sätzen des „Kapitals“ und den chemischen Inhaltsstoffen der Shampoos unterscheidet. Begleitet sind diese „Gedichte“ von Wasserflaschen aus Plastik, wie man sie in jedem Geschäft kaufen kann. Durch eine Einsegnung von Pater Mennekes wurde deren Inhalt zu Weihwasser.

Adam Vačkař lebt und arbeitet in Prag. In diesem Frühjahr machte er bei den „Statements“ während der Baseler Kunstmesse auch international auf sich aufmerksam.

Noemi Smolik


Mit Unterstützung des Tschechischen Zentrums Düsseldorf

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